Social Media

Die SEO-Trends 2012

Im Jahr 2011 hat sich das Feld der Suchmaschinenoptimierung sehr stark verändert, was zwei Hauptentwicklungen zu verdanken ist: dem starken Einfluss sozialer Netzwerke und den veränderten Rankingkriterien der Suchmaschinenbetreiber, vor allem Google. Diese Kriterien verändern sich zwar fortlaufend, aber das Google Panda-Update von August 2011 brachte eine deutliche Zäsur mit sich.

Userverhalten bestimmt das Ranking

Eigentlich sollte das schon immer so sein, gerade Google hat nur durch den Einsatz neuer Algorithmen im Zuge des Panda-Updates den Usereinfluss nochmals unterstrichen. Beispielsweise erhielt der Rankingfaktor “Verweildauer auf einer Seite” viel stärkeres Gewicht (wenn es ihn vorher überhaupt gab), damit rutschen überflüssige, unübersichtliche, schlecht gemachte Seiten mit sinnlosem Content viel stärker nach hinten als zuvor, egal wie viele Backlinks dorthin geschickt werden. Das traf viele Affiliates, aber auch Seiten, die ein reines Sammelsurium von Anbieteradressen aufweisen. Verkaufsseiten selbst waren nicht per se betroffen, idealo.de konnte beispielsweise seine Position stärken, Amazon erst recht. Nachrichtenseiten profitierten, überhaupt alle Seiten, die umfassend und nutzerfreundlich gestaltet sind und mit Unique Content einen echten Mehrwert bieten.

Conversion Rate wird essenziell

Nicht nur für Online-Shops, für jegliche Webseite wird immer mehr eine Rolle spielen, ob sie interaktives Verhalten ermuntert oder eher nicht. Die Conversion Rate eines Shops ist klar an den Verkäufen oder Leads zu messen, aber auch Blogs, Foren und Unternehmenswebseiten (reine Homepages) sollten künftig so aufgebaut sein, dass Nutzer wenigstens zum Hinterlassen eines Kommentars animiert werden. Das funktioniert nur, wenn die Inhalte auf der Seite etwas hergeben und eine Kommunikation herausfordern. Offensichtlich spielt die Interaktion als Rankingfaktor eine Rolle, sonst wären soziale Netzwerke nicht so erfolgreich. Im Gegenzug raten führende SEO-Experten zu einem eher vorsichtigen, auf jeden Fall sehr natürlichen Linkbuilding. Die Zeiten des Cloakings sind endgültig vorbei, Black Hat SEO dürfte bald keine Nischen mehr finden. Backlinks müssen auf attraktiven Inhalten und kreativen Kampagnen fußen, ergo vielfach freiwillig von Nutzern gesetzt werden. Das wäre der Idealzustand, der sich natürlich praktisch (noch) nicht durchhalten lässt, aber er ist anzustreben.

Social Media als Megatrend

Das pfeifen ja die Spatzen von den Dächern, es muss jedoch von denjenigen, die im Netz bestehen wollen, auch konsequent umgesetzt werden. Social Media bedeutet unabhängig von den technischen Erfordernissen vor allem eine neue Kommunikationskultur, weg von der einseitigen, plakativen Werbebotschaft. Weg auch von den Holzhammermethoden der Kunden- und Userbeeinflussung, sei es durch tausendfach wiederholte Videobotschaften oder permanent-lästige Banner. Wer es schafft, mit Usern in sozialen Netzwerken wirklich konsequent und eloquent zu kommunizieren, wird bald nicht um eine Nasenlänge, sondern um Körperlängen vorn sein. Amazon beispielsweise macht das längst vor, seit Jahren befindet sich dort ein kleines soziales Netzwerk von begeisterten wie sachlich-kritischen Käufern. Das dürfe ein sehr wichtiger Grund für die Top-Platzierung des Verkaufsportals sein. Dass die Interaktion in sozialen Netzwerken und die sich vielfältig ergebenden Verknüpfungen das Ranking beeinflussen, ist längst unumstritten.

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